Die Antragsphase für die erste Förderrunde 2020 läuft!

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Die Förderentscheidung der zweiten Runde 2016

21.06.2016

Es ist offiziell! Die Entscheidung in der zweiten Förderrunde des Jugend-Demokratiefonds Berlin im Jahr 2016 ist gefallen. Wir wünschen allen Projekten viel Erfolg bei der Durchführung. Hier findet Ihr die geförderten Projekte in der Übersicht...

Am Montag, dem 20. Juni 2016, tagte die Steuerungsgruppe des Jugend-Demokratiefonds Berlin und folgte der Fachjury in ihren Förderempfehlungen. Insgesamt 6 Projekte dürfen wir beglückwünschen. Sie haben die Jury und die Steuerungsgruppe überzeugt!

Insgasamt 36 Projekte haben sich in der 2. Runde 2016 des Jugend-Demokratiefonds auf eine Förderung beworben. Mit rund 370.000 Euro war die letzte Förderrunde in diesem Jahr damit mehr als 5-fach überzeichnet, d.h. es sind viele tolle Projekte eingereicht worden und die Wahl wurde der Jury nicht leicht gemacht...

Allen Antragsteller_innen danken wir für Ihr großes Interesse. Wenn es diesmal mit einer Förderung nicht geklappt haben sollte, möchten wir Euch dennoch zur Umsetzung Eurer Projekte ermutigen. Aktuelle Ausschreibungen zu Finanzierungsmöglichkeiten für Beteiligungsprojekte findet Ihr regelmäßig auf der Website des Programms im Bereich "Neuigkeiten".

Die nächste Förderrunde im Landesprogramm "STARK gemacht! - Jugend nimmt Einfluss" wird voraussichtlich Ende des Jahres 2016 ausgeschrieben und die Entscheidungen fallen dann Anfang 2017.

Hier findet ihr die geförderten Projekte:

BAUKRAFT

Interactive Media Foundation gGmbH, Neukölln

Förderhöhe: 13.680,63 €
Projektzeitraum: 01.07. – 30.11.2016
Thema: Entwicklung und Erprobung neuer Beteiligungsformate

Wir, die Interactive Media Foundation gGmbH aus Berlin, produzieren crossmediale Themenwelten und vermitteln anspruchsvolle Inhalte zeitgemäß. Speziell im Bildungsbereich ermöglichen neue Medien und ihr technischer Fortschritt einzigartige Chancen. Wir sprechen mit unseren digitalen Formaten – aber auch analogen Workshops - gezielt junge, technikaffine Menschen an und begeistern sie für Themen wie klassische Musik, Wissenschaft, Technik, Gesundheit und andere gesellschaftlich relevante Themen. Dabei setzen wir auf Formate, mit denen wir unsere Zielgruppen für die jeweiligen Themen am besten erreichen: von Games, Videos, Websites bis hin zu Webdokus, interaktiven Comics oder Apps.
Im Rahmen des Crossmedia Projekts „BAUHAUS SPIRIT” zum 100-jährigen Jubiläum der Bauhaus Bewegung in 2019, welches wir gemeinsam mit der Produktionsfirma Filmtank entwickeln und produzieren, wollen wir auch Kinder und Jugendliche erreichen.

Ganz im Sinne von Walter Gropius und des Bauhaus Manifests ermutigen wir Kinder und Jugendliche, sich aktiv an der Gestaltung ihres Lebensumfelds und der Zukunft ihres Stadtteils zu beteiligen.
Mit dem Projekt BAUKRAFT wird der Spirit von einst mit modernen Mitteln weitergeführt: Jugendliche entwickeln gemeinsam neue Entwürfe für den urbanen Raum. Anstelle von Reißbrett und Zirkel werden hier Maus und Monitor eingesetzt und neue Visionen für die Gropiusstadt in der virtuellen Spielewelt von Minecraft entworfen.

Das populäre Open-World-Spiel Minecraft – unsere “Bau-Plattform” – gibt den Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit Hilfe der ihnen bekannten und geliebten(!) Tools ihre eigene Welt neu zu erschaffen. In Anlehnung an die Ideen der BAUHAUS-Bewegung gilt es jetzt im Hier und Heute, die weitgehend ungenutzten öffentlichen Plätze der Berliner Satelliten-Siedlung Gropiusstadt kreativ zu gestalten.

Folgende Phasen des Projekts sind geplant:

  • Phase 1: Workshop in der Gropiusstadt
  • Phase 2: Der Minecraft-Wettbewerb „Neue Gropiusstadt“: Eingereicht werden Screencasts (Videos) oder Bildcollagen sowie Erklärungen zu den Visionen; Bewertet werden Kreativität, Gestaltung und die Realisierbarkeit des Entwurfs.
  • Phase 3: Das Event in der Gropiusstadt: Nominierung von sechs Finalisten aus allen Einreichungen durch eine Jury; Präsentation dieser sechs Entwürfe in einer Ausstellung; 360° Virtual Reality Videos der Finalisten machen diese erlebbar; Besucher (vor allem Jugendliche) wählen ihre Favoriten; Preisverleihung am Ende des Events.

Unser Ziel ist, neben dieser “Aktivierung” der Jugendlichen, auch dass die Gewinner-Entwürfe nicht nur eine virtuelle Idee bleiben, sondern in Zusammenarbeit mit unseren Partnern – den örtlichen Wohnungsbaugesellschaften – umgesetzt werden, um die Kinder und Jugendlichen aktiv an der Stadteilgestaltung teilhaben zu lassen.

Die Jury findet dieses zeitgemäße Konzept eines Jugendwettbewerbs im Stadtteil als Basis eines Aushandlungsprozesses im Wohngebiet modellhaft und förderwürdig zumal die Wohnungsbau-gesellschaften (auch finanziell) eingebunden wurden.

Kontakt:

Interactive Media Foundation gGmbH
Kottbusser Damm 79 | 10967 Berlin
E-Mail: info@interactivemediafoundation.com
Web: www.interactivemediafoundation.com | facebook.com/interactivemediafoundation

Cine en curso / Klasse(n) Filme

Kijufi – LV Kinder- und Jugendfilm Berlin e.V.

Förderhöhe: 4.165,60 €
Projektzeitraum: 01.10.2016 – 31.12.2017
Thema: politisch-historische Bildung

Die Vermittlung der Demokratie, also demokratische Werte und ein gleichberechtigter Umgang mit den Ideen in einer Gruppe sind seit langer Zeit in unterschiedlichen Rahmenlehrplänen festgelegt. Den Schulen fehlen oft eigene erfahrungs- und handlungsorientierte Projekte, bei denen die Schüler_innen diese Ideen und Werte erlernen und praktisch umsetzen können. „Cine en curso / Klasse(n) Filme“ ist ein Partizipationsprojekt für Schulen, welches das Medium Film und dessen pädagogisches Potential als Mittel nutzt, um die Entwicklung der demokratischen Handlungskompetenzen der Schüler_innen, ihre Partizipation in der Klasse und der Schule sowie ihr eigenes soziales Engagement und ihre politische Bildung zu befördern.

Kontakt:
Jan Rooschüz / Jon Echeverria
Kijufi – LV Kinder- und Jugendfilm Berlin e.V.
Am Sudhaus 2 | 12053 Berlin
E-Mail: info@kijufi.de
Web: www.kijufi.de | www.facebook.com/kijufi

Gebärdensprache - Filmprojekt

Sinneswandel gGmbH, Friedrichshain-Kreuzberg                                                                                                                                            Förderhöhe: 12.228,40 €
Projektzeitraum: 01.07. – 31.12.2016
Thema: Entwicklung und Erprobung neuer Beteiligungsformat

Der Kinder- und Jugendclub der Sinneswandel gGmbH ist eine offene Freizeiteinrichtung für taube, schwerhörige sowie hörende Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 27 Jahren, viele davon mit Migrationshintergrund. Alle Kinder und Jugendlichen sind sehr an visuellen Medien interessiert, besonders am Medium Film. Viele von ihnen fangen schon mit etwa 10 Jahren an, mit ihrem Handy selbstständig kleine Filme zu drehen, sie zu schneiden, und die älteren Jugendlichen beginnen damit, diese auf YouTube zu veröffentlichen. Das Medium Film spielt auch eine große Rolle in der Kommunikation, z.B. das Schicken von kleinen Gebärdennachrichten mit Filmen per Whatsapp usw. Außerdem gab es für die Jugendlichen in vergangenen Zeiten auch jeden Monat die Möglichkeit, an einem kurzen Film mitzuwirken, in dem das Monatsprogramm gebärdet wurde und auch gleichzeitig mit dem Medium Film kreativ experimentiert wurde. Leider gibt es diese Möglichkeit seit etwa einem Jahr nicht mehr, da die finanziellen Mittel dazu fehlen.

Vor diesem Hintergrund entstand die Idee ein eigenes Projekt zu planen: eine Film AG, die sich wöchentlich oder an einigen Tagen im Monat trifft, um die Ideen der Kinder und Jugendlichen visuell in Form von Filmen umzusetzen.

Unsere Zielsetzung bzw. Motivation für dieses Projekt istin den folgenden Punkten zusammengefasst:

  • Kreative Freizeitgestaltung,
  • Gebärdensprachkultur,
  • Förderung der Sozialkompetenzen,
  • Integration und Vernetzung,
  • Bildung,
  • Diversität und Inklusion,
  • Identitätsbildung.

Durch die Veröffentlichung der Filme soll den Jugendlichen das Gefühl gegeben werden, dass ihre Perspektiven und Erfahrungen gesehen werden und dass sie die Möglichkeit haben, die Gesellschaft, in der sie leben, zu verändern.

Die Jury hat die Verbindung zwischen Inklusion, zeitgemäßer Medienarbeit und Selbstwirksamkeits-erfahrung überzeugt.

Kontakt:
Luka Niedermeier
Sinneswandel gGmbH
Friedrichstraße 12| 10969 Berlin
E-Mail: jugendclub@sinneswandel-berlin.de
Web: www.sinneswandel-berlin.de

Junior-Barcamp “Stimme der Zukunft“

Atze Musiktheater gGmbH

Förderhöhe: 7.316,00 €
Projektzeitraum: 01.09. – 31.12.2016
Thema: Förderung von Vielfalt und Toleranz / Demokratie

Mit unseren Premierenproduktionen „Alle da!“ (Oktober 2015) und „Die Ministerpräsidentin“ (Januar 2016) sowie der von Inforadio moderierten Talkshow „Wahlrecht für Kinder“ (Februar 2016) haben wir uns mit Nachdruck in die gesellschaftspolitische Diskussion eingemischt. Während in „Alle da!“ der Fokus auf „Krieg, Flucht, Migration, kulturelle Vielfalt“ liegt, steht in „Die Ministerpräsidentin“ das Feld von „Politik, Demokratie und Partizipation von Kindern“ im Mittelpunkt. Beide Produktionen zeichnen sich durch zwei Charakteristika aus: Erstens werden die behandelten Themen sonst nur für Jugendliche ab 13 aufgegriffen. Zweitens reagieren besonders Kinder ab 10 Jahren emotional sehr stark auf die beschriebenen Inhalte und die von uns bisher angebotenen Möglichkeiten der Teilhabe.

Auf Grund der großen Resonanz auf die Inszenierung „Die Ministerpräsidentin“, die positiven Rückmeldungen von Lehrer*innen, die vielfältigen Diskussionsbeiträge von Schüler*innen und den Erfolg der Talkshow entstand das Bedürfnis, das Thema Partizipation gemeinsam mit Kindern ab 10 Jahren intensiv zu bearbeiten.

Die Neugierde und Offenheit der Kinder, die wir täglich hier erleben, aber auch die Freude der Kinder, sich mit den beschriebenen Themen auseinandersetzen zu dürfen, verstärkte unseren Willen, mit Kindern auf einer neuen Ebene zu arbeiten. Dabei stehen die freie Mitbestimmung, das eigene Denken und die Selbständigkeit der Kinder im Vordergrund. Die Idee eines Junior-Barcamps war geboren. Wie die oben beschriebenen Produktionen richtet sich unser Barcamp erstmalig an Kinder ab 10 Jahren, also an Schüler*innen der Klassenstufen 5 und 6. Wir sind der festen Überzeugung, dass diese sonst nicht angesprochene Altersgruppe ein hohes Maß an Kreativität, Verantwortlichkeit und Gestaltungswillen mitbringt.

Geplant ist, das Camp mit vier Schulklassen (ca. 100 Kinder) im Atze Musiktheater durchzuführen. In den einzelnen Sessions sollen nicht mehr als 12 Kinder arbeiten. Für das Barcamp ist ein Zeitraum von 9-14 Uhr anvisiert. Die einzelnen Sessions dauern ca. 30 Minuten. Unter der Moderation eines Experten recherchieren die Kinder zu den Themen und diskutieren die gefundenen Informationen und ihre Meinungen untereinander.

Für die Teilnahme an unserem Junior-Barcamp können sich alle Berliner Grundschulen bewerben. Die vier ausgewählten Klassen werden in einem vorbereitenden Workshop mit der Idee des Barcamps vertraut gemacht. Ein live dargebotener Ausschnitt aus der Inszenierung „Die Ministerpräsidentin“ sorgt dabei für Energie und Motivation.

Das Barcamp startet mit Impulsvorträgen externer Experten. Diese Experten können Erwachsene aber auch Kinder sein und werden in Zusammenarbeit mit Institutionen wie der U18-Initiative oder dem Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg ausgewählt.

Zum Ende des Barcamps findet ein Plenum auf der Studiobühne des Theaters statt. Dabei werden die „Stimmen der Zukunft“ aufgezeichnet, indem die Ergebnisse aus den Sessions in ein zentral platziertes Mikrofon gesprochen werden. Diese Stimmen der Kinder werden dann an die im September 2016 neu gewählte Regierung sowie an Multiplikatoren geschickt und zusätzlich auf unseren Social-Media-Kanälen präsentiert. Das Ergebnis des Barcamps sind also Ideen und selbstbewusste Statements für eine bessere Zukunft.

Die Jury hält dieses zeitgemäße und professionell geplante Beteiligungsformat für mustergültig. Die Fürsprache für die junge Zielgruppe aus der 5. und 6. Klassenstufe hat die Jury überzeugt, auch wenn dadurch vom bisherigen Altersrahmen abgewichen wird.

Kontakt:
Atze Musiktheater gGmbH
Luxemburger Str. 20 | 13353 Berlin
E-Mail: post@atzeberlin.de
Web: www.atzeberlin.de | facebook.com/ATZEMusiktheater

Lichtspiele 2016

Lichtspiel e.V., Mitte

Förderhöhe: 1.500,00 €
Projektzeitraum: 15.05. – 30.11.2016
Thema: Förderung des ehrenamtlichen Engagements

Wir veranstalten am Samstag den 08.10.2016 das 4. Berliner Jugendfilmfestival Lichtspiele im City Kino Wedding, dem Kinosaal des Centre Français!

Das Kurzfilmfestival zeigt ausschließlich Filme von Berliner Schüler*innen auf der großen Leinwand und gibt damit jungen Filmemacher*innen die Möglichkeit, sich einem großen Publikum zu präsentieren, sich zu messen, sich auszutauschen und neue Impulse zu finden.

Wir, das ist der Verein Lichtspiele e.V. und wir sind Jugendliche und junge Erwachsene, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Jugend-Medien-Projekte zu realisieren. Filmfestivals für Studenten und Profis gibt es zahlreiche in Berlin, aber keines widmet sich den Schüler*innen.

Jugendliche sind dazu aufgerufen, sich hinter den Kulissen an der Organisation zu beteiligen oder aber Kurzfilme bis zum 10. September 2016 einzureichen. Die ersten Filme wurden schon eingereicht :)
Der Wettbewerb ist mit „Unter 16“ und „Über 16“ in zwei Kategorien unterteilt. Eine fachkundige Jury wird den jungen Filmemacher*innen Feedback geben und Geld- und Sachpreise verleihen. Die Moderation wird ebenfalls von Jugendlichen übernommen.

Wir wollen wieder einen festivalbegleitenden Workshop anbieten und verschiedene Bildungs- und Medien-Institutionen einladen, um über Beteiligungsmöglichkeiten und Bildungswege in der Film- und Medienbranche zu informieren.

Die Jury bewertet diese Jugendinitiative als erfolgreich und beispielhaft. Mit der letztmaligen Förderung möchte die Jury dem Projekt die Entwicklung eines neuen Finanzkonzepts ermöglichen.

Kontakt:
Lichtspiele e.V.
c/o Matthée
Müllerstraße 131A | 13349 Berlin
E-Mail: info@lichtspiele-festival.de
Web: www.lichtspiele-festival.de | www.facebook.com/lichtspielefestival

Mentor*innen-Workshops für Spandau

Kompaxx e.V. Jugendhilfe                                                                                                                                 Förderhöhe: 9.133,90 €
Projektzeitraum: 01.07. – 31.12.2016
Thema: Erweiterung von Beteiligungskontexten

"Wir wollen endlich weitermachen!", so lautet der Konsens der rund 40 Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren, die im Jahr 2015 im Rahmen des JugendRechteClubSpandaus und in weiteren Vorgängerprojekten zu Mentor*innen ausgebildet wurden. Sie führten 2015 mit 561 Schüler*innen in Zweierteams 27 ganztägige Kinderrechte-Workshops durch. 89% der Lehrkräfte gaben an, das Thema nach den Workshops weiter behandeln zu wollen. Die Mentor*innen, die sich weiterhin monatlich beim Träger treffen, baten uns, diesen Antrag als Folge- bzw. Verstetigungsprojekt zu stellen.

Die Mentor*innen-Workshops verbinden Jugendhilfe und Schule und aktivieren demokratische und soziale Handlungs- und Gestaltungskompetenzen. Jugendliche lernen während einer mehrtägigen Mentor*innenausbildung nicht nur ihre eigenen Rechte und die anderer Jugendlicher kennen, sondern auch die Bedeutung, sich für deren Umsetzung eigenverantwortlich, solidarisch und ideenreich einzusetzen. Die frischen Mentor*innen erhalten ein Zertifikat, das sie ihren Bewerbungsunterlagen beifügen können.

Unter Anwendung der o.g. Methoden führen die Mentor*innen in den darauffolgenden Monaten Kinderrechte-Workshops an Grundschulen durch, die die Handlungs- und Gestaltungskompetenzen der teilnehmenden Schüler*innen bezüglich ihrer Kinder- und Menschenrechte stärken. Für die Durchführung dieser ganztägigen Workshops erhalten die Mentor*innen Aufwandsentschädigungen als Anerkennung für ihr beispielhaftes Engagement.

Im Vergleich zum JugendRechteClubSpandau sollen in 2016 die Methoden- und Workshop-Inhalte auf Wunsch der beteiligten Lehrkräfte, Schüler*innen und Mentor*innen um folgende Inhalte erweitert werden:

  • Workshop "Die 10 Kinderrechte",
  • Workshop "Cybermobbing",
  • Workshop "Reflexion unseres Klassenrates".

Die entsprechenden Methodenzusammenstellungen wurden ebenfalls in diversen Vorgängerprojekten erarbeitet.Es entsteht außerdem eine gemeinsame Schulvernetzung zweier weiteren Mentor*innen-Workshops, deren Durchführung bereits gefördert wird:

  • Workshop "Flucht und Ankommen" (Modulentwicklung wird bereits von der Kreuzberger Kinderstiftung gefördert)
  • Workshop "Youth Support - Projektentwicklung vor Ort" (Workshops werden bereits vom Jugend-Demokratiefonds Berlin gefördert)

 
Die Jury hat überzeugt, dass das Projekt bereits viele Jugendliche erreicht und aktiviert hat, die nachdrücklich eine Weiterführung fordern. Dabei wird das Konzept weiterentwickelt und stellt ein positives Beispiel von bezirklicher Beteiligungskultur ‚von unten‘ dar.


Kontakt:
Kompaxx e.V. Jugendhilfe
Viktoria-Ufer 4| 13597 Berlin
E-Mail: kompaxx@kompaxx.de
Web: www.kompaxx.de | facebook.com/beteiligungsbruecken

Willkommen in unserem Kiez

Moabiter Ratschlag e.V.

Förderhöhe: 13.484,79 €
Projektzeitraum: 01.07.2016  – 30.06.2017
Thema: Förderung von Vielfalt und Toleranz / Demokratie

Wir, die jungen Frauen vom Mädchen-Kultur-Treff Dünja, möchten uns endlich aus unseren vier Dünja-Wänden heraustrauen und greifen gleich das aktuellste Thema unseres Kiezes bzw. unseres Landes auf.

Die meisten Flüchtlingskinder kennen nur die anderen Kinder in den Notunterkünften und aus den Willkommensklassen, so können sie sich schwer in die Gesellschaft einbringen und lernen nur sehr langsam die anderen, tollen Kulturen, die unser Kiez so birgt, kennen.

Darum haben wir die Idee, mit ausgewählten Schulen Kiez-Rallyes mit den Willkommensklassen zu veranstalten, bei denen wir den Mädchen und Jungen zeigen können, was sich so alles unmittelbar in ihrer Nähe verbirgt. Einmal im Monat gehen wir mit je einer Klasse auf Entdeckungsjagd.

Natürlich wollen wir, dass sie nicht nur schöne Kiez-Rallys haben, sondern dass sie eine Anlaufstelle finden, wo sie sich wohl fühlen. Ein weiterer Teil dieses Projektes ist deshalb, das Angebot am Nachmittag, wo wir auch nach der Schule Zeit mit ihnen verbringen. Wir wollen kleine Ausflüge machen und sie so an verschiedene Einrichtungen binden. Dort können wir Spiele spielen, sie bei ihren Hausaufgaben und beim Lernen der deutschen Sprache unterstützen oder auch Unterhaltungen führen.

Noch ein sehr wichtiger Aspekt dieses Projektes soll die Patenschaft zwischen einem Flüchtlingskind und einem Dünja-Mädchen sein. Wir wollen ungefähr 6 bis 8 Patenschaften bilden. Sie können sich auf eigenen Wunsch zusammenfinden und einmal pro Woche treffen, um sich auszutauschen. Es soll ein Austausch stattfinden, von dem beide Seiten was haben. Für diesen Austausch werden uns die Räumlichkeiten und der Hof vom Mädchen-Kultur-Treff Dünja bereitgestellt. Die Patenschaften sollen wenn möglich mindestens ein Jahr gehen, natürlich freuen wir uns darüber, wenn sie länger anhalten.

Am Ende dieses Projektes möchten wir ein großes Fest veranstalten, um alle zu ehren, die teilgenommen haben. Natürlich sind Freunde und Familie auch herzlich eingeladen. Es sind viele Programmpunkte geplant, wie die Präsentation der Videos, die die Flüchtlingskinder für ihre Patinnen oder Mitschüler drehen, oder Videos für die Kinder, die wir Projektleiter planen. In diesen Videos sollen an erster Stelle die Fortschritte, Erlebnisse, aber auch die Entwicklung repräsentiert werden. Auch emotionale Eindrücke und ihre Gefühlsachterbahn, die sie in diesem Jahr durchfahren haben, dürfen sie auf jeden Fall gerne mit aufzeichnen.

Die Jury hat die Eigeninitiative der Dünja-Mädchen und der deutliche Bezug auf ihre eigenen bisherigen Projekterfahrungen im Mädchen-Kultur-Treff beeindruckt.


Kontakt:
Moabiter Ratschlag e.V.
Mädchen-Kultur-Treff Dünja
Jagowstraße 12 | 10555 Berlin
E-Mail: duenja@moabiter-ratschlag.de
Web: www.moabiter-ratschlag.de/maedchen-treff | facebook.com/dunja.maedchenkulturtreff

 

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